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Für Strategie haben wir jetzt keine Zeit |
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Donnerstag, 11. Februar 2010 |
Alle Unternehmer wollen Erfolg, wir alle wollen Erfolg in Beruf und Leben.
Was aber ist „Erfolg“?
Viele sagen, Erfolg ist, wenn man seine Ziele erreicht!
Ziele sind etwas, was man gern hätte, aber jetzt nicht hat.
Nicht gerade wenige, eigentlich zu viele Unternehmen und Unternehmer erreichen die Ziele nicht, die sie sich gesteckt haben. Das kann an den Zielen selbst liegen, wenn sie unrealistisch hoch waren, wenn die Latte zu hoch gelegt wurde.
Aber wann ist ein Ziel unrealistisch, wann liegt die Latte zu hoch?
Klar: Wenn die Möglichkeiten des Unternehmens oder des Unternehmers - d.h. seine Energien, Kräfte, Mittel, Ressourcen - für die gesteckten Ziele nicht ausreichen.
„Strategie“ definieren viele als „Wege und Mittel zum Ziel“. Damit bekommen Ziele etwas Eigenständiges, Erhabenes, Unantastbares, so als wären sie naturgegeben. Dabei setzen wir uns als Unternehmer unsere Ziele doch selbst!
Praktikabler und realer ist diese Definition: „Strategie ist die Art und Weise, wie jemand (ein Unternehmer, ein Unternehmen) mit seinen Energien (Kräften, Ressourcen) umgeht, d.h. wofür und wie es sie einsetzt“.
Dann ist Erfolg eine Folge der Strategie! Er-Folge.
Misserfolg auch. Das bedeutet, wer den gewünschten Erfolg nicht erreicht, seine Ziele verfehlt, muss seine Strategie ändern.
Wer angesichts von Misserfolg keine Zeit für Strategie-Arbeit investiert, zementiert seinen Misserfolg!
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 15. Februar 2010 )
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Freitag, 29. Mai 2009 |
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Haben Sie noch Lust auf News (bei uns heißen sie Nachrichten)? Nein?
Schauen Sie noch gern Talkshows mit Politikern und Wirtschaftsführern an? Nein?
Was ist nur los mit /bei uns?
Überall schlechte Stimmung, Ratlosigkeit, Probleme. Und das Schlimmste: Immer noch dieselben Rezepte und Ratschläge. Angeblich hat die Krise eine Qualität und Dimension wie noch nie. Aber man versucht, die Probleme mit den Paradigmen, Methoden und Techniken zu lösen, die uns die Krise eingebrockt oder sie zumindest nicht verhindert haben !
Es ist doch nicht so, dass die gegenwärtige kritische Situation über
uns gekommen wäre wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Nein, wir wollten
die Früherkennungssignale nicht wahrnehmen. Seit Jahren wissen wir um
die Überkapazitäten in 'Systembranchen', hatten aber keine anderen
Paradigmen als Wachstum und Größe. Und das Beste: Genau die
politischen und wirtschaftlichen Gremien und Top-Leute, die jetzt in
jeder Talkshow auf die Manager und die Finanzexperten schimpfen, haben
vor ca. zehn Jahren erst durch neue Gesetze und Verordnungen den Weg
für die Finanzprodukte und Verfahren frei gemacht, die heute als
Ursachen der Krise gelten.
Da haben doch einfach wesentliche Leute versagt, ihr Handwerk nicht gelernt.
Die jetzige Entwicklung offenbart erschreckende Mängel im Umgang mit
komplexen Geschehnissen und deckt schonungslos ebenso erschreckende
handwerkliche Defizite bei Managern, Unternehmern, Führungskräften und
Politikern auf.
Es ist doch eine Schande, dass Unternehmen, die im vorigen Jahr
Milliardengewinne auswiesen und Millionen an ihre Manager auszahlten,
heute - weniger als ein Jahr später - nach dem Staat rufen und das
Ergebnis ihrer Fehler vergesellschaftlichen wollen. Gibt es denn keinen
Anstand mehr in Wirtschaft und Politik? Sind alle Tabus dem
Shareholder-Value geopfert worden?
Lassen Sie uns den Fokus richtig und scharf einstellen.
Da haben doch schlicht Leute, die in Unternehmen, Verbänden und
Politik Macht in der Hand haben, ihr Handwerk nicht gelernt. Viele
'Top-Leute' kennen sich in allen Meta-Sphären der internationalen und
globalen Finanzströme und Managementtheorien aus. Aber wenn es darum
geht, im Alltag richtig und gut zu managen, dann versagen sie:
- Da werden Ziele nach Lust und Laune formuliert, die nichts
mit der Funktion und Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu tun haben.
- Da
werden existenzielle Entscheidungen sekundenschnell zwischen Tür und
Angel und ohne jede Systematik getroffen - aber die Farbe der
Teppichböden in den neuen Büros steht fünfmal auf der Tagesordnung der
Vorstandssitzung!
- „Die richtige Frau /den richtigen Mann
an den richtigen Platz!“ kann jeder zitieren, doch dann wird nach wie
vor mit der Gieskanne 'motiviert', ein und dasselbe Rhetorik-,
Management- oder Verkaufstraining durchgeführt, so als ob es keine
individuellen Fähigkeiten zu fördern gäbe.
Wäre es nicht an der Zeit in sich zu gehen, bescheidener zu werden und
als Unternehmer, Manager, Führungskraft oder Berater erst einmal sein
Handwerk zu lernen, das Handwerkszeug zu perfektionieren und
kompromisslos richtig und gut zu managen?
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 29. Mai 2009 )
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Nur neue Leitbilder führen aus der Krise! |
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Montag, 23. Februar 2009 |
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Wer´s noch nicht begriffen hat, wird es bald schmerzlich erfahren: Was wir momentan in Wirtschaft und Politik erleben, ist keine 'normale' Konjunkturdelle, aber auch keine Krise! Es ist der Beginn einer tief greifenden und umfassenden Transformation. Gesellschaft, Wirtschaft und Politik werden sich grundlegend wandeln.
Staatstragende Branchen wie Automobil und Banken sind am existenziellen Limit angelangt, ganze Staaten (nicht nur Bananenrepubliken, auch große) stehen vor dem Bankrott. Ganz schlimm: Man versucht, die Probleme mit genau den Methoden und Instrumenten zu lösen, die sie uns eingebrockt haben. Das bringt keine Wende zum Guten.
Die moderne Betriebswirtschafts- und Managementlehre haben sich erfolgreich bemüht, den finanziellen Gewinn zum Hauptziel alles privaten und beruflichen Handelns zu machen. Die Überdosierung (Gier) führt nun dazu, dass sich das Erfolgssystem selbst zerstört. BWL und Managementlehren haben sich ihre eigenen 'Gesetze' geschaffen, die zum Teil gegen die Naturgesetze stehen.
Wer gegen von Menschen geschaffene Gesetze verstößt, wird nur bestraft, wenn er erwischt wird. Wer gegen Naturgesetze verstößt, wird unausweichlich bestraft, früher oder später. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Selbst so unverdächtige Experten wie der Chefvolkswirt der Dresdner Bank prognostizieren mittlerweile einen Rückgang der Wirtschaft um mehr als fünf Prozent.
BWL und Managementlehre stecken gemeinsam mit der Politik in einer Sackgasse.
Aus der kommen wir nur heraus durch einen grundlegenden Wandel. Wir müssen an der Quelle ansetzen, an der Ur-Sache, das heißt an unseren Leitbildern und Paradigmen, um dann die Methoden und Regeln zu ändern. Es geht um strategische Entscheidungen, die den Charakter einer Wasserscheide haben. Nur wenige Meter entscheiden, ob ein Bach Richtung Donau oder Rhein fließt, doch dann geht es hunderte und tausende Kilometer in dieselbe Richtung.
Managementkybernetik und die systemische Wissenschaft können uns helfen. Leute wie Dörner, Drucker, Gälweiler, Malik, Mewes und Vester haben Überzeugungen, Leitbilder und Methoden entwickelt, die jetzt helfen und sich bald als Pionierarbeiten für eine neue Zeit erweisen werden.
Stimmen Sie zu? Oder sehen Sie das völlig anders? Ich freue mich auf Ihre Kommentare !
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 31. Januar 2010 )
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