Haben wir sie eigentlich noch alle?

Sind wir eigentlich noch bei Verstand?

Da war es wieder, das kleine Zauberwort. In allen Neuahrsansprachen war wieder die Rede davon, dass wir Wachtsum brauchen. Auch der scheidende US-Präsident Barak Obama und Bundeskanzlerin Merkel erklärten uns, dass wir alle Anstrengungen unternehmen müssen, um Wachstum in allen Ländern und auf allen Kontinenten zu steigern. Wir brauchen Wachstum zur Sicherung unseres Wohlstands, sagte Präsident Obama. Beifall von allen Seiten.

Doch irgendetwas läuft da gewaltig schief:

Und doch gelingt es laut EZB und OECD nicht, die Wirtschaft generell und in Europa und USA speziell so anzukurbeln, dass die gesetzten, notwendigen Wachstumsziele erreicht werden.

Deshalb meine ich, irgendetwas läuft da schief. Und zwar grundlegend.

Denn:

Wenn das alles so ist, wäre es dann nicht an der Zeit, dieses »alternativlose« Wachstumsparadigma zu überdenken, es vielleicht aufzugeben zugunsten anderer Überzeugungen?

Ihre Strategie ist falsch!

Mit dieser Überschrift über einer ganzseitigen Anzeige in der FAZ und anderen Printmedien warb Prof. Wolfgang Mewes in den 70-er und 80-er Jahren für ein anderes, evolutionäres Verständnis von Wirtschaft sowie wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Wandel.

Strategie ist eben nicht oder nicht nur »der Weg zum Ziel«, sondern Strategie definiert und setzt die Ziele. Ist die Zielsetzung falsch, kann »die Strategie« zur Zielerreichung nicht richtig sein. Ist Wachstum das falsche Ziel, können alle politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen »Strategien« nicht richtig sein.

Höchste Zeit also, sich umzusehen, Alternativen für das offensichtlich versagende Wachstums-Paradigma zu suchen und somit die persönliche Lebens-, Berufs- und Unternehmensstrategie neu anzusetzen. Das versuchen wir im StrategieCentrum Schwarzwald-Bodensee. »Wir«  -  das sind Menschen verschiedener Berufe aus allen Bereichen der Gesellschaft, die miteinander nach neuen Antworten auf die drängenden Fragen suchen.

Not-Wendigkeit heißt, Not zu wenden. Wer die allseits beklagte Not des not-wendigen, aber zu geringen Wachstums wenden will, muss versuchen herauszufinden, was die Not verursacht hat, um dann die Ursache zu ändern oder zu beseitigen, anstatt weiter und immer mehr Geld und Energie zu investieren. Denn:

Wenn das Paradigma (Wachstum ist alternativlos) bzw. das Ziel (Wachstum) falsch ist, wird die Energie verpuffen, die man in die Zielerreichung investiert.