Strategisches Management und operatives Management - ein Unterschied?

Der Unterschied ist fundamental: Operatives Management kümmert sich um den aktuellen Unternehmenserfolg und orientiert sich bei der Bewertung an den Kennziffern und Daten des betriebswirtschaftlichen Rechnungswesens. Das gilt für Planung ebenso wie für Bilanzierung. Strategisches Management hat mit dem aktuellen Erfolg nichts zu tun, sondern schafft die Voraussetzungen für künftige Erfolge. Es nutzt andere Orientierungsgrößen, z.B. künftige Chancen und Risiken, der Anteil von Neukunden und neuen Produkten am Umsatz und weitere.

Der fundamentale Unterschied liegt außerdem in den Konsequenzen: Wenn man einen strategischen Fehler anhand der operativen Zahlen erkennt, ist es für sinnvolle Reaktion in der Regel zu spät, weil die Ressourcen - Zeit, Geld, Energien, Motivation - verbraucht sind.

Wir definieren den Begriff Strategie als »die Art und Weise, wie jemand - ein Mensch, ein Unternehmen -  mit seinen Energien (Mittel, Ressourcen) umgeht, d.h. wofür und wie er sie einsetzt.« Beim strategischen Management /Planen geht es also nicht um zukünftige Entscheidungen, sondern um die Zukunftswirkung heutiger Entscheidungen, zu denen auch Nicht-Entscheidungen gehören. In einem bestimmten Markt ins Geschäft zu kommen, ist oft schon schwer genug. Aber im Geschäft zu bleiben, ist die eigentliche strategische Aufgabe des Unternehmers.

Niemand kann die Zukunft exakt vorhersagen. Wir können jedoch die Umfeldbedingungen einschätzen, die dann herrschen, wenn unsere heute zu treffenden strategischen Entscheidungen wirksam werden. Dabei hilft uns besonders die Szenariotechnik, um die Chancen früher zu erkennen als die Konkurrenten, und um Risiken so früh zu erkennen, dass man sie noch ausmanövrieren kann. Von Dr.Gälweiler habe ich dazu diesen Tipp gehört: „Lieber ungefähr richtig als präzise vorbei!«

Wir haben für unsere Arbeit die Methode »Szenariomapping« entwickelt. Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, schauen Sie mal auf www.szenariomapping.de vorbei.