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Berufung in den Vorstand der DMG |
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Freitag, 2. Juli 2010 |
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In der Mitgliederversammlung der Deutschen Management Gesellschaft e.V. am 16. Juni 2010 in Nürtingen wurde Gunter Steidinger als Vizepräsident in den Vorstand gewählt.
Die Deutsche Management Gesellschaft DMG wurde 1973 gegründet und im Vereinsregister der Stadt Bonn als
gemeinnütziger Verein eingetragen. Entstanden aus dem 'Arbeitskreis zur Managementbildung in Europa' befasste sie sich bereits in den 70er Jahren mit der Konzipierung von
Bildungskonzepten zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen im Management.
In den 80er und 90er Jahren standen Aspekte zum 'System Arbeit' und zum 'Ganzheitlich-vernetzten Denken' im Mittelpunkt. Seit 1996 arbeitet die DMG an Ergänzungen und Vertiefungen des Hochschulstudium, insbesondere im Bereich der
Schlüsselqualifikationen.
Daraus entstanden sind unter anderem der Studentische Arbeitskreis und ein eigenes Seminarprogramm mit Abschlusszertifikat zum DMG Junior Manager .
Gunter Steidinger freut sich darauf, mit seiner langjährigen Seminar-Erfahrung im Bereich des Führungskräfte- und Managementtrainings beim Aufbau der zukünftigen DMG Akademie mitzuwirken.
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 2. Juli 2010 )
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Deepwater Horizon und die Logik des Misslingens |
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Donnerstag, 10. Juni 2010 |
Na also, da haben wir es wieder einmal:
Eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes und niemand war darauf vorbereitet.
Die Explosion auf der Deepwater Horizon und die anschließende unkontrollierte, nicht beherrschbare Katastrophe durch das ausströmende Rohöl zeigt alle Merkmale, wie sie Prof. Dietrich Dörner als 'die Logik des Misslingens' in seinem gleichnamigen Buch (Rowohlt 1989, ISBN 3-498-01260-6) beschreibt. Nicht nur Deepwater Horizon, sondern die meisten der großen Katastrophen der Zeitgeschichte wurden von Menschen verursacht (z.B. Tchernobyl, Flugzeugabstürze, Eisenbahnunglücke...).
Dabei spielen die Experten eine traurige Rolle. Ihr engstirniges, von Selbstsicherheit getragenes Verhalten lässt sie oftmals Sicherheitsvorschriften missachten, bis es dann doch passiert. Warnungen von Nichtexperten werden als Bedenkenträgerei belächelt, die Betreffenden verspottet.
Konformitätsdruck verhindert, dass jemand aus dem agierenden Experten-Team ausschert und sich an die Öffentlichkeit wendet. Und wenn es doch einer riskiert, wird er nicht gehört.
Ist es nicht ein Drama, wenn wir jetzt erfahren müssen, dass wieder einmal keinerlei Pläne für den denkbaren Notfall existierten? Dass die 'Experten' erst mit der Suche und Erprobung von Rettungsmöglichkeiten beginnen, nachdem die Katastrophe - die eigentlich nach ihrer Meinung gar nicht möglich war - eingetreten ist und nicht beherrschbar verläuft?
Wieviel Überheblichkeit und Egoismus gehört dazu, wenn die Betreiber von Ölplattformen und ihre Experten Risiken akzeptieren, die nun die Existenz von vielen Menschen und das Leben zig-tausender Lebewesen kosten, die ihnen niemals etwas vergleichbar Schlimmes angetan haben? Pure Gier und wirtschaftliche Egoismen übersteigen jede Vernunft.
Prof. Frederic Vester schreibt in seinem Buch 'Die Kunst vernetzt zu denken' (dtv 2002, ISBN 3-423-33077-5)
Wir Menschen schaffen uns eine Komplexität, die wir anschliessend nicht beherrschen!
Wann endlich lernen diese Führenden in Wirtschaft und Politik, ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Natur ernst zu nehmen und gerecht zu werden? Indem sie
- lernen, wie man mit komplexen Systemen und Geschehnissen umgeht. Das kann man nämlich lernen!
- die anderen Lebewesen - nicht nur andere Menschen - als gleichberechtigte Partner akzeptieren und achten, anstatt sie als Sachen und „Humankapital“ - welch erschreckende Terminologie - zu behandeln.
- wenigstes ab und zu das Gemeinwohl über die eigenen Interessen stellen.
Wir ahnen es: NIE !
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Unternehmer brauchen keinen Coach |
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Donnerstag, 22. April 2010 |
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Coaching ist „betreutes Arbeiten“. Das braucht kein Unternehmer.
Ein Coach müsste besser wissen, wie man ein Unternehmen leitet. Könnte er das, sollte er Unternehmer sein, nicht Coach.
Unternehmer sind deshalb Unternehmer, weil sie etwas unternommen haben, das ihnen gelungen ist. Schwierig wird es, solch ein Unternehmen über Jahre hinweg erfolgreich zu leiten. Dazu muss der Unternehmer Interessen abwägen, Ressourcen richtig nutzen, Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen, ...
Dabei kann er sich manchmal ziemlich allein gelassen fühlen. Denn an der Spitze eines Unternehmens ist es einsam. Ringsherum Leute, die ihre persönlichen Interessen verfolgen und Aktien im Spiel haben, die den Unternehmer in eine bestimmte, vorgedachte Richtung bringen wollen.
Daher brauchen Unternehmer:
- keinen Coach, sondern einen qualifizierten Sparringspartner.
- jemanden, mit dem sie laut denken können, ohne dass gleich alle Welt davon erfährt.
- mit dem Innovationen, kreative Entwicklungen, aber auch kritische Situationen und Risiken eines Vorhaben reflektiert werden können. Und der doch alles vergessen hat, sobald er die Türe von außen zumacht.
- jemanden, der von der Sache etwas versteht und sich in der Branche auskennt, aber kein Insider ist.
- kein Besserwisser oder Alleskönner, sondern ein Zuhörer und Mitdenker.
- einer, der sich voll reinhaut und ins Thema kniet, aber das Unternehmen nicht zur Spielwiese seiner unausgegorenen Ideen macht.
- der sich für Ihre Probleme und Themen wirklich interessiert, aber keine eigenen Absichten im Unternehmen verfolgt, keine Aktien im Spiel hat!
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